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Der Engadin Skimarathon ist die grösste Langlaufveranstaltung der Schweiz und zweitgrösste weltweit. Anlässlich der 50. Austragung dürfen die Hobbyköche aus Aarau Rohr nun stolz verkünden, einen Athleten in ihren Reihen zu wissen. Dass er Kochen kann wussten wir. Dass er aber heimlich hart trainiert und ein solches Spitzenresultat erzielt wussten nicht viele. Herzliche Gratulation Martin.

Das überbackene Markbein vor dem Ochsenschwanz

Die gelebte Kochfreude. Ein Gedicht

Ochsenschwanzgedicht

Ein Ochsenschwanz hat drei Funktionen:
Zunächst soll er das Rindvieh schonen,
als Fächer oder Wedel dienen,
zum Schutz vor Bremsen oder Bienen,
zum Zweiten soll er auch noch zieren
und – falls die Ochsen sich genieren,
gewisse Stellen überdecken,
die nicht nur Ochsen gern verstecken.

Und wandert er dann mit dem Ochsen
zum Endspurt in die Schlachthausboxen,
dann kommt er damit – nach der Häutung
zur letzten höheren Bedeutung.
Nun sieht, – ein Sonderfall bei Schwänzen,
man ihn auf Speisekarten glänzen.

Es braucht ihn niemand zu bedauern
und seinem Dasein nachzutrauern;
im Leben war er – hintendran,
hier steht er meistens obenan
und wird als Suppe – vor dem Essen
nach seinem – inn’ren Wert bemessen.

 

Insofern ist, – streng genommen
zu Ehre nun auch Ruhm gekommen,
man wird ihn drum – vor allen Schwänzen,
mit Lorbeer würzen und umkränzen.
So geht es manchmal auf der Welt;
wer lebend hinten-runterfällt
wird oft im Tode hochverehrt –
– doch schöner wär es umgekehrt.

 

Rudolf Hagelstange
überarbeitet von Daniel Tellenbach

 

Langsam werde ich zum Italiener

Der letzte Kochabend forderte uns alle heraus. Er war mit zu vielen verschiedenen Komponenten gespickt. Die geschriebenen Rezepte wiesen auch einige Ungenauigkeiten auf. Trotzdem fasziniert mich unser Jahresmotto immer mehr. Morgen werde ich mich noch einmal an Angolotti’s al Plin wagen. Diesmal an diese aus meinem Lieblingblog.

Ich erfuhr von der Neueröffnung eines Ladens mit Italienischen Spezialitäten.

Delicie e Sapori auf dem Dorfplatz Erlinsbach

Da rennt der Braschi jede zweite Woche nach Zürich um seine geliebten Guanciale oder die feine Bottarga zu ordern und was findet er auf dem Dorfplatz in Erlinsbach? Ein Lädeli wie in Italien. Einige Gemüse Spezialitäten. Käse und Fleisch toll assortiert. Die beiden oben genannten Spezialitäten in diversen Ausführungen. Man spricht Italienisch. Toll, ich werde da öfters vorbeigehen.

 

 

 

 

 

Auch Segeln kann Freude machen

Liebe Kochfreunde

unser Ehrenmitglied Daniel kann nicht nur Kochen. Segeln mache ihm genau so Spass verriet er mir einmal am Herd. Heute, am 4. Mai 2017, erreichte er auf seinem neusten Törn das Ziel Århus.  Allerdings stelle ich mit Schrecken fest, dass sein Schiff im Moment noch nicht festgemacht ist. Aber auch dieses Manöver wird für ihn bestimmt kein Problem werden. Vor seiner Abreise am 20. April um 14:19 Uhr schrieb er:

„Einmal mehr darf ich einen Segeltörn im Namen des CCS leiten. Unser Weg führt und von Cuxhaven (D) nach Århus (DK). Wir werden also im Bereich der Nordsee und der Ostsee unterwegs sein. Ganz interessant wird der NOK (Nord-Ostsee-Kanal). Da werden wir auf engstem Raum versuchen uns neben der grossen Berufsschifffahrt zu behaupten. Es dürfte doch ab und zu noch recht eng werden.“

Im Internet habe ich seinen Kurs verfolgt und darum erlaube ich mir einen kleinen Beitrag für uns Hobbyköche ins Netz zu stellen.

Der Kurs:

Es wird gekocht

Unterwegs

 

Rangverkündigung des 1. RCC Wettbewerbes

Liebe Kochfreunde,

das Interesse und der Kampf um den Siegespreis war enorm.

In einem feierlichen Akt konnte der Webmaster anlässlich des Kochabends vom 1. Mai 2017 den Sieger bekanntgeben. Mit einem Vorsprung von 14 Punkten gewann:

Ehrenmitglied Urs Hächler

Die RCC gratuliert Urs zu seinem verdienten Sieg.

Da Urs sich für die Entgegennahme das Preises und für den Kochabend  entschuldigen musste, geht der Preis laut Reglement automatisch an den Webmaster zurück.

RCC-Fanclub beim 2. Probekochen in Luzern

Besuch bei einem von 6 Finalteilnehmern SWISS SVG-TROPHY . Einem jungen Team aus Luzern.

Der praktische Wettbewerbs-Teil findet dann im Betrieb der Finalistenteams statt. Dabei werden das praktische Arbeiten und der Service der Speisen bewertet.
Das Siegerteam der SWISS SVG-TROPHY darf als offizieller Vertreter des Schweizer Kochverbands am Culinary World Cup 2018 (Kochweltmeisterschaft) in Luxemburg im Bereich Gemeinschaftsgastronomie teilnehmen.

Wann können Hobbyköche dabei sein, wenn sich Profis auf einen für sie wichtigen Anlass vorbereiten. Dank unseren Verbindungen zum Kantonsspital Luzern war das möglich.

Inmitten einer illustren Gästeschar (Konkurrenten, Sponsoren und Begutachtern) bereiteten wir uns auf das Kommende vor. Grossen Dank für die Stärkung.

Vielen Dank an Christina, Martin und Tobias. Die drei haben eine hervorragende Leistung gezeigt. Mir blieb ab und zu die Spucke weg, wenn ich das Herrichten der Teller beobachtete. Mir kamen unsere sogenannte „Strassen“ in den Sinn, wie wir uns gegenseitig auf die Füsse traten und uns immer wieder gegenseitig die Kunstwerke mit Sauce verschmierten. Und das bei nur vier bis fünf Komponenten. Beim heutigen Hauptgang habe ich mindestens 15 gezählt. Gratulation! Und jetzt sagen sie, dass sie sich noch verbessern wollen. Toll – viel Glück zu weiterem Testen und dann Toi Toi Toi am 1. März 2017.

Martin Stadelmann
Christina Willi Wyniarsky
Tobias Marbet

 

 

Die erste Wurst

Einmal musste es ja sein. Wie lange schon geistern durch meinem Kopf die verrücktesten Wurstgedanken? Heilung keine in Sicht. Ab zum Psychiater oder zum Metzger? Ich musste geheilt werden. Beides teure Varianten. Ich entschied mich nach vielen Überlegungen für den Metzger. Und siehe da: seit letzter Woche befinde ich mich auf dem Weg zur Besserung. Wenn der Heilprozess weiter so positiv verläuft, bin ich im Herbst ganz von meinen Beschwerden erlöst. Der Kopf frei für Neues und der Magen immer gut angefüllt mit selber gewurstelten Würsten. Bilder der ersten Therapiesitzung:

 

 

Wie Martin und Martina in die Pfanne gehauen werden

Der Webmaster hat sich heute mit diesen beiden Tieren beschäftigt. Sie wanderten vor kurzem vom Hard ob Erlinsbach in meine Küche unten auf der Kilbigwiese.

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Beide je etwa 3 Kg. schweren Vögel, garten zerlegt und mit den Knochen vakuumiert, bei 79° sieben Stunden im Dampf.

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Anschliessend, als nicht Termingerechtes Martini Mal, verzehrten es meine lieben Kilbigwiesen Mitbewohner zusammen mit einem feinen Kartoffelgratin, Bobbybohnen und einem feinen Jus, zum gemeinsamen Mittagessen.

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From Nose to Tail

Sollte mein Versuch gelingen, werden wir am nächsten Montag zu einem feinen Glas Weisswein, meine gefüllten Ofenküchlein geniessen können. Ansonsten kaufe ich eine grosse Packung gesalzene Erdnüsschen. Die mögen ja alle.

Heute ist Schlachttag bei meinem Metzger. Deshalb stehe ich recht früh in seinem Laden und verlange frischen Bauchspeck. Richtigerweise hätte es 500g Bauchspeck ohne Schwarte und 500 Flomen sein sollen. Aber ich bin in Erfinderlaune und darum merke ich das erst wieder zu Hause am Computer. Es ist beinahe ein Jahr her, als ich die Speckreste, welche ich zur Auskleidung meiner Terrine verwendete, zum gleichen Endprodukt verarbeitete. Das nächste mal werde ich vorbereiteter die Metzgerei betreten.

Speck

Trotdem machte ich mich an die Arbeit. Trennen der Schwarte vom dünnen Speck. Schwartewürfel und Speckfettwürfel trennen.

mit und ohne Schwarte

Beides erwärmen. nicht zu heiss werden lassen. Ab und zu das flüssige, klare Fett abgiessen. Braschi erinnert sich an den feinen Geruch in der Bauernküche, auf der Zweimatt . An den feinen Geruch in der Küche am Tag nach der Schlachtung des Hausschweines. Auch an den Brechreiz nach dem übertriebenem Konsum der feinen „Gröibis“.

Fett und Gröibi

Zwei Gläser mi herrlichem Schmalz und ein Schälchen Gröibi sind die Ausbeute. Leider kommt man nur noch in der Westschweiz, Deutschland und in Österreich in den Genuss dieser Köstlichkeiten. Braschi wird obigen Zutaten etwas geröstete Zwiebeln und kleine Apfelwürfel beigeben und damit seine Ofenküchlein füllen. Mal schauen ob es gelingt?